Gebärmutterhalskrebs

WeiblicheMedizin

 

Gebärmutterhalskrebs

 

1. Hintergrund & Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

 

Gebärmutterhalskrebs entsteht durch die Veränderung von oberflächlichen Zellen des Gebärmutterhalses. Diese entwickeln sich über einen langsamen Prozeß um zu Krebszellen. Hierbei verändern sie ihr Verhalten und ihr Aussehen und können sich dann sogar aus dem Zellverbund lösen und an anderen Stellen des Körpers Absiedelungen bilden. Dieser Prozeß wird häufig ausgelöst durch eine chronische Entzündungsreaktion der betroffenen Zellen. Diese Entzündung beruht auf einer Infektion mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV). Es gibt sehr viele HPV Typen - einige Typen verursachen Genitalwarzen, andere eine chronische Entzündung des Gebärmutterhalses. Durch diese Entzündung verändert sich die Zelle und kann dann zu einer Krebszelle werden.

Viele Frauen kommen irgendwann in ihrem Leben mit HPV in Kontakt. Junge Frauen schaffen es häufig die Infektion nach einer gewissen Zeit zu überwinden. Allerdings entsteht bei vielen Fällen ein chronischer Verlauf, da die Viren nicht vom Körper besiegt werden können. Eine spezielle Therapie gibt es derzeit nicht.

Deshalb ist eine Impfung gegen HPV sehr sinnvoll, da sie zum Einen direkt vor einer Ursache des Gebärmutterhalskrebses schützt. Zum Anderen gibt es einen speziellen Impfstoff, der gelichzeitig das Auftreten von Genitalwarzen mit hoher Sicherheit verhindern kann. Da es zur Zeit 2 verschiedene Impfstoffe gibt und nur einer der beiden auch gegen die Genitalwarzen schützt empfehlen wir Ihnen eine Beratung bei uns zu dem Thema bevor Sie sich impfen lassen!

 

Die Impfung wird derzeit zwischen dem 12.-17. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen. Dennoch kann eine Impfung zu einem späteren Zeitpunkt immernoch sinnvoll sein. In Studien profitieren Frauen bis zum 45. Lebensjahr von einer Impfung.

2. Abstrich

 

Durch den regelmäßigen Zellabstrich am Gebärmutterhals werden Veränderungen an Gebärmutterhalszellen frühzeitig erkannt. Der griechische Arzt Papanicolaou beschrieb 1928 erstmals veränderte Zellen am Gebärmutterhals. Seitdem hat sich vieles weiterentwickelt - dennoch bleibt der Abstrich der wichtigste Bestandteil der Krebsvorsorge. Durch eine regelmäßige Vorsorge in der Bevölkerung konnte die Zahl der Gebärmutterhalskrebserkrankungen deutlich gesenkt werden. Heutzutage können Veränderungen früh erkannt und damit rechtzeitig behandelt werden bevor ein echter Krebs entsteht. Krebszellen entwickeln sich langsam aus normalen Zellen über verschiedene Stufen. Um dies zu erkennen ist eine regelmäßige Vorsorge notwendig.

Hinzu kommt der HPV Test, der bei einigen wenigen Frauen sinnvoll erscheint. Stellen wir eine Besiedelung mit HPV fest, dann passen wir die Vorsorgetermine und das weitere Vorgehen an das erhöhte Risiko an.

 

3. Behandlung

 

Vorstufen einer Krebserkrankung können meistens einfach über eine Laserbehandlung oder das Entfernen der betroffenen Bereiche am Gebärmutterhals erfolgen. Bei der sogenannten "Konisation" wird eine dünne Schicht vom Gebärmutterhals abgetragen um alle erkrankten Zellen zu entfernen. Anschließend sollten regelmäßige Abstriche erfolgen um den Therapieerfolg zu kontrollieren.

Ist allerdings ein Krebs vorhanden, dann muss zunächst untersucht werden, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat. Abhängig vom Lebensalter/Kinderwunsch und der Ausbreitung wird dann gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept erstellt. Die Therapie reicht von einer teilweisen Entfernung des Gebärmutterhalses bis hin zur kompletten Entfernung der Gebärmutter mit anschließender Strahlen-/Chemotherapie. Welches Vorgehen bei Ihnen in Frage kommt, kann nur nach Vorliegen aller Befunde definitiv besprochen werden.

Eine zusätzliche Behandlung mit alternativen medizinischen Angeboten ist jederzeit möglich. Zu diesem Thema beraten wir Sie gerne.

 

 

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